Im Alltag mit Kinderkunst enstehen oft Spannungsfelder.
- Zwischen Begleiten und Eingreifen.
- Zwischen eigenen Erwartungen und den Ideen der Kinder.
- Zwischen dem Wunsch nach Ordnung und offenen Prozessen.
Das macht es nicht immer leicht, einen achtsamen Umgang zu finden. Eine der größten Herausforderungen im Atelier war für mich das Zurücktreten. Besonders in Momenten, in denen ein Werk auf mich stimmig und gelungen wirkte. Der Impuls war da, den Prozess zu unterbrechen, zu loben und das Werk zu zeigen.
Heute begleite ich Prozesse im Kindergarten bewusster.
Mit der Zeit habe ich begonnen, diese Momente anders zu betrachten. Und meinen Blick darauf zu verändern. Zu bleiben und zu beobachten. Und zu sehen, dass der Prozess für die Kinder oft bedeutender ist als das fertige Bild. Weniger das einzelne Bild steht heute im Mittelpunkt, sondern die Bedingungen, unter denen es entsteht. Heute begleite ich diese Momente bewusster. Ich höre zu, wenn Kinder von ihren Bildern erzählen. Und tauche mit ihnen in ihre Gedanken ein. Daraus haben sich meine 5 Wie’s entwickelt.